Der Heimlauf zur Nordbadischen Jugend-Kartslalom-Meisterschaft 2025 war für den Verein und für die Disziplin in der Region ein doppelter Premierentag: der erste Wettbewerb der Serie auf Elektro-Karts.
Am Sonntagmorgen rollten die ersten Transporter kurz vor 8 Uhr auf den Vereinsplatz an der Engesserstraße in Weinheim. Eltern luden Helme aus, Trainer steckten die letzten Pylonen, und über allem ging die Aprilsonne genau dann auf, als die ersten Klassen zum Briefing gerufen wurden.
Was diesen Heimlauf von allen vorherigen unterscheidet, war schnell hörbar: Statt dem vertrauten Viertakt-Sound hörte man dieses Mal das leise Surren der Mach1 Cratos-H. Die neuen Elektro-Karts, die der ADAC Nordbaden seit dieser Saison als Wettbewerbsfahrzeuge stellt, traten zum ersten Mal bei einem offiziellen Cup-Lauf an. Die Bühne dafür war unser Vereinsplatz.
Neuer Antrieb, gewohnte Linien
Für die Fahrer war die Umstellung kleiner, als manche erwartet hatten. Alle Klassen von K1 bis K5 kamen mit dem neuen Antrieb schnell zurecht. Das Direktmoment beim Antritt aus der engen Kurve, die andere Charakteristik beim Gasannehmen, das Bremsen ohne Motorbremse: alles Übungssache, und schon in den ersten Trainingsrunden saßen die Linien.
Über den Tag verteilt liefen die Klassen K1 bis K5 in einem Testlauf und zwei Wertungsläufen, der üblichen Wettkampfform der Nordbadischen Meisterschaft.
Zwischen den Läufen die übliche Heimrennen-Atmosphäre: Würstchen vom Grill, Eltern auf den Bierbänken, Fahrer in den blauen OMP-Anzügen am Vereinszelt. Routine und Vertrautheit, aber mit einem leisen technischen Hintergrundton, der neu war. Am späten Nachmittag standen die Pokale: Klassensieger, Klassenbeste der eigenen Riege, Gruppenfoto am Vereinszelt.
Der nächste Lauf der Nordbadischen Jugend-Kartslalom-Meisterschaft findet auswärts statt. Bis dahin geht es zurück auf den Vereinsplatz: trainieren, Linien festigen, sich an den neuen Antrieb gewöhnen.